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Donnerstag, 1. März 2012

Offroad All-Terrain All Season


Ja da staunst Du, was? Hast Du völlig vergessen, dass Du noch ein Abo auf meinem Blog hast ;-)

Ursprünglich wollte ich den Blog nach der Reise wieder vom Netz nehmen und mache ich vielleicht auch .. andererseits ... es gibt ja immer wieder mal etwas zu erzählen.

Zum Beispiel über mein Fahrzeug: ich habe in der Zwischenzeit wieder eine funktionierende Tankanzeige, taufrische Luft-, Benzin- und Öl-Filter, funkelnagelneue Kerzen, fabrikneues Öl und die gebrochene Feder wurde ersetzt. Zusätzlich legte ich mir noch einen Satz neuer Reifen zu; mein Fahrzeug fährt nun mit 30x9.50 R15 Offroad All Terrain All Season Reifen. Damit kann ich sicher problemlos durch den Sand rotzen.


Apropos durch den Sand rotzen: die Reisevorbereitungen für den kommenden Trip sind aus organisatorischer Sicht fertig. Die Tour im Herbst steht soweit: es werden ca. 2500 km, davon 1100 km Offroad durch das Niemandsland des Kaokoveld, Hartmans Valley und das Marienflusstal. Oh, yeah man!

Doch nun noch etwas nachdenkliches: während in Europa mittlerweile in Zoos und Museen die Hörner von Nashörnern geklaut, resp. abgesägt werden, geht die Wilderei im südlichen Afrika munter weiter. South African National Parks (SANParks) gab gestern in einer Erklärung bekannt, dass am Nachmittag des Dienstag, 28. Februar 2012 vier SANParks Beamte im Zusammenhang mit Nashorn-Wilderei verhaftet wurden.

Die vier verhafteten Beamte des Krüger N.P. waren alle im südlichen Teil des Parks bei Pretoriuskop stationiert. Es handelt sich um einen Field Ranger (diejenigen, welche die Touristen rumführen), einem Mitglied der Nashorn-Schutztruppe sowie zwei Verkehrspolizisten. Man konnte eine Spur zurückverfolgen bei der Untersuchung von zwei frisch gewilderten Nashörner. Die Tiere waren erschossen und ihre Hörner entfernt worden.

Weitere Untersuchungen an den beiden Nashörner und möglicherweise auch anderen Nashorn Wilderei-Vorfälle in der Gegend werden derzeit durchgeführt.

In diesem Bereich des Parks sind seit Januar 2012 insgesamt 11 Nashörner getötet worden. Traurig, ja fast schockierend ist die Tatsache, dass allein dieses Jahr  - also in 2 Monaten - nur in Südafrika bereits 80 Nashörner gewildert wurden, 43 davon allein im Krüger N.P. Den 80 gewilderten Nashörnern stehen zur Zeit 50 Festnahmen im ganzen Land gegenüber. Anfang Februar wurden 3 Personen zu 75 Jahren Haft verurteilt.



Donnerstag, 15. September 2011

Markengeschwätz

Afrika ist ein Platz, wo das Material immer extrem beansprucht wird. Als ich den Kontinent das erste Mal besuchte, waren nach 3 Wochen meine Wanderschuhe kaputt, danach gingen die Reissverschlüsse defekt, anschliessend folgten die Foto-Objektive, etc. etc. Am Schluss war von der ursprünglichen Ausrüstung kaum noch etwas übrig.

Ein Toyota Hilux war erst so auf vierter oder fünfter Stelle auf meiner Wunschliste von Autos. Um ehrlich zu sein, faktisch an letzter Stelle. Erstens gefällt er mir nicht besonders und zweitens wollte ich keinen Pick-Up mit Aufbau. Der Automarkt in Namibia gab aber nicht besonders viel her und letztlich wollte ich ja etwas Zuverlässiges.

Nach 4 Monaten durch das südliche Afrika wandelte ich mich zum Toyota-Fan, voran das Modell Hilux 2004. Ehrlich, ich bin damit über Stock und Stein gefahren. Übersetzt ins Afrikanische heisst das über Baumstämme und Felsen. Ich fuhr tiefe Sandpisten und überquerte Flüsse. Habe ich das Teil mal im Sand vergraben, so genügte die Untersetzung, um wieder rauszukommen. Die Schaufel hatte ich nie benutzt. Gut, jetzt kommen die Stimmen welche meinen, dann sei ich wohl nicht wirklich im Sand gewesen, aber man kann ihn mir nicht mehr schlechtreden ;-)

Ich bin schwer beeindruckt über die Qualität und den kaum nennenswerten Materialverschleiss dieses Fahrzeuges und bin rückblickend froh, nicht auf die Kriterien wie Aussehen oder „Pick-Up“ geschaut zu haben.

Mein Toyota und ich

Toyota Hilux: zwei Daumen hoch!

PS: ich kenne die Debatten über „Toyota vs. Land Rover vs. Mercedes G vs. Was-weiss-ich“ und die Markentalks in den einschlägigen Foren. Markenfetischisten sind meist eh geblendet. Ich war offen für neues und wiederhole mich gerne: zwei Daumen hoch!

Montag, 23. Mai 2011

Behörden-Dschungel & Spiessrutenlauf, Part II

Letzten Freitag wurde noch das Dachzelt montiert und das Canopy fertig gestellt. 

Dachzelt
Als ich das Fahrzeug bei Canvas Outdoor abholte, nahm ich gleich noch den Kühlschrank mit. Eigentlich vereinbarten wir, dass der Kühlschrank nach meiner Namibia-Tour mit Teppich verklebt werden sollte, aber nun stand da eine extra gefertigte Tasche. Da mir eine Tasche eh lieber war, nahm ich diese gleich mit.

Klappe rechts mit Zugriff zum Kühlschrank

Airite montiertiete mir dann noch die Klappen: die linke Klappe öffnet sich nach unten, sodass ich eine Abstellfläche habe, die rechte Klappe nach oben für Zugriff zum Kühlschrank. Bin soweit zufrieden, wobei man noch einiges mehr machen könnte. Für meinen Bedarf sollte dies aber soweit ok sein.

Klappe links als Abstellfläche
Viel wichtiger: heute konnte das Fahrzeug endlich auf meinen Namen umgeschrieben werden. Dabei stellte ich fest, dass die Beamten bei NaTIS mich falsch registriert haben. Zwei Buchstaben im Nachnamen waren vertauscht. Natürlich war ich der Schuldige, schliesslich habe ich ja meinen Namen falsch buchstabiert, welchen ich seit über 40 Jahre trage und nicht kenne … ok. Also das ganze nochmals von vorn … Traffic Register geändert und Auto endlich registriert.

Am 16.5. vorgeführt, am 23.05. um 16:44 umgeschrieben und nun gültig bis 30.04.2012
 Voilà. Nun kann es losgehen. Morgen werde ich die Farm verlassen.