Donnerstag, 19. Mai 2011

Hoppla

Da lag er nun, der Hase, mit milchigen Augen, regungslos, tot. Was ist passiert? Wie kann das geschehen? Auf dem Hof der Farm gibt es keine Hunde, welchen den Hasen hätten töten können. Es gibt auch keine Schakale, die können nämlich nicht auf den Hof.


Der Hase wurde schlicht und einfach von einer Schlange gebissen. Der Farmer hat tagtäglich mit solchen Dingen zu tun und erklärte mir aufgrund der Spuren den Ablauf.

Die Schlange musste unter dem Feuerholz neben dem Haus gelegen haben, als der Platz frisch gehakt wurde. Sie schlängelte sich später am Haus entlang, bog dann ab in östliche Richtung, kam am Baum vorbei und wollte östlich weiter, wo sich dann die beiden kreuzten.  Die Spur der Schlange, welche auf den Bild von unten nach oben kroch, ist deutlich zu sehen:


In die Richtung, in welche sich die Schlange bewegt, entsteht ein kleiner Sandhaufen. Haufen ist etwas übertrieben, aber der Sand sammelt sich einige Millimeter an. Wenn wir Schlittschuhlaufen, stossen wir ganz ähnlich ab. Beim folgenden Bild ist vorne im scharfen Bereich dieser kleine Sandhaufen in der Rechts-Bewegung rechts und in der folgenden Links-Bewegung links zu erkennen; die Schlange bewegte sich von unten nach oben.



Ja was soll man dazu sagen. Der Hase hoppelte zur falschen Zeit am falschen Ort. Hoppla.

Dienstag, 17. Mai 2011

Ich bin ein Tourist, holt mich hier raus

Wie ging das schon wieder? Ein C-Promi stellt sich einer abscheulichen Prüfung im australischen Dschungel und falls er es schafft, gibt es etwas zu essen?

Geht mir nicht anders. Die erste Prüfung im Behörden-Dschungel bestand darin, mich im Verkehrs-Register zu registrieren. Dies ist nötig, damit ich als Ausländer überhaupt ein Auto einlösen darf. Dazu war der Gang auf die Zulasssungsstelle NaTIS an der Tal Street notwendig, quasi das Strassenverkehrsamt von Namibia. Gelbes Formular ausfüllen, freundlich in die Schlange stellen, Vordrängler durchlassen, Augen prüfen lassen, Foto schiessen und gelbes Formular unterschrieben mit Passkopie abgeben. Prüfung bestanden, Peter ist registriert, Nachtessen gesichert!



Morgen steht die Road Worthy an, das ist die Fahrzeugprüfung oder TÜV. Zusätzlich die Police Clearance. Wird sicher nicht minder spannend.

Montag, 16. Mai 2011

N 130576 W

lautet meine neue Autonummer J  N steht für Namibia, W für Windhoek. 

Frontansicht Hilux

Ein Auto ist nun also gekauft, ich darf mir gratulieren. Es handelt sich um einen Toyota HiLux Raider 2700, Jahrgang 2004 mit 158‘000 km. Das Fahrzeug hat einen Doppeltank mit insgesamt 150 L, ein Doppelbatteriesystem mit 2 Anschlüssen für Kühlschrank, eine schwere Front-Stosstange mit Knautschzone, ist höher gelegt und hat neue Monroe-Stossdämpfer drunter. Zudem gab es 5 fast neue Reifen und eine zusätzliche Stossstange hinten, wo der Ersatzreifen einfach ausgeklappt werden kann. Somit habe ich weder einen Ersatzreifen noch zusätzliche Benzinkanister auf dem Dach. Perfekt.


Seitenansicht Hilux

Der Hiux hat Airbags für Fahrer und Beifahrer, ABS, einen zuschaltbaren 4x4 Antrieb, eine Untersetzung und falls nötig noch eine Differenzial-Sperre. Zu guter Letzt: alles funktioniert einwandfrei. Ich liess das Fahrzeug checken und das Resumé war soweit positiv. Mehr brauche ich wohl nicht.


Hilux Raider 2700



Ah doch … einen Aufsatz, ein sogenanntes Canopy, ein Dachzelt, ein Kühlschrank ... muss noch etwas um- und/oder angebaut werden. Doch bevor ich mit dem Umbau beginnen kann, muss ich durch den namibischen Behörden-Dschungel, welche ich morgen in Angriff nehmen werde und wohl einige Tage in Anspruch nehmen wird.


Optische Prüfung des Fahrzeugs



Samstag, 14. Mai 2011

Neue Produkte

Nebst neuen Leuten, Länder und Sitten lernt man auf Reisen auch neue Produkte kennen – sofern man sich im Spar nicht mit den bereits bekannten, europäischen Produkten eindeckt. Nivea Shower Gel gibt es auch hier unten, aber ich kaufte mir ein Duschmittel der Marke Radox. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Düften mit wohlklingenden Namen wie Reviving Retreat, Rise + Shine, Soul Soother und Happy Me. Aufgrund der kreativen Namensgebung wäre Letzteres mein Favorit gewesen, denn wer will schon nicht happy sein, aber ist ja klar, dass an mein Miki-Muk-Body ausschliesslich Muscle Rub kommt.

Radox Muscle Rub

ACHTUNG, ACHTUNG


Ein Getränk mit einem Warn-Kleber ist mir bisher auch noch nicht untergekommen: VORSICHTIG ÖFFNEN – NICHT SCHÜTTELN! Scheint mir das ideale Apéro-Getränk nach einer 300 km Fahrt über Schotterpisten zu sein. Das Getränk wird wohl kaum ein Export-Schlager werden und wer es trinkt ist selber Schuld. Es schmeckt zwar nach Ginger Ale, ist aber dermassen süss, dass Dir der Gaumen am Rachen kleben bleibt. Schlucken kannst Du danach nicht mehr.


Eine Gebrauchsanweisung lag nicht bei, aber mit Wasser lassen sich die verklebten Stellen wieder lösen. Empfehlenswert nur für den Abenteurer.

Und ja, die Flasche stand 12 Stunden, ich nahm sie vorsichtig und wollte den Deckel abschrauben, aber das Teil sprudelte bereits über. Gibt sicher irgendwo einen lustigen Youtube Clip.



Mittwoch, 11. Mai 2011

Windhoek

Nun bin ich schon ein paar Tage in Windhoek und rannte bisher hauptsächlich von Autohändler zu Autohändler. Der Markt gibt nicht wirklich viel her: entweder laufen die Fahrzeuge auf hohen Kilometer-Zahlen oder sie sind teuer, aber richtig. Kleines Beispiel: ein Toyota Prado, Jahrgang 2000 mit 345‘000 km kostet gut sFr 18‘000.-. Das gute dabei ist, ein Prado mit Jg. 98 und 378‘000 km kostet ebenfalls sFr. 17‘000.- Mit anderen Worten: kauf ein Auto, mach 30 – 40‘000 km und verkaufe ihn nahezu zum gleichen Preis. Es ist ein klarer Verkäufer-Markt. Ich habe mich noch nicht für ein Fahrzeug entschieden, habe aber nun von privater Seite etwas in Aussicht.

Meine Basis schlug ich auf einer Farm ausserhalb von Windhoek auf. Kurz vor Abflug erreichte mich noch ein Mail, worin es hiess: „  und wenn Du zum See kommst, fahre einfach den Spuren nach, der Untergrund ist fest. Es kamen auch schon Leute mit einem 2x4 auf die Farm“. Die Regensaison war dieses Jahr ausgiebig, die Farm erhielt 3x mehr Regen als im Durchschnitt. Die Feuchtigkeit hat zur Folge, dass es natürlich auch entsprechend viele Moskitos gibt … ich habe sie schon nach 5 Tagen satt!


Als ich um 15.00 auf die Farm fuhr, wurde ich begrüsst mit den Worten: „Peter, wir brauchen Deine Hilfe“. Sie bestand darin, die Kaffe-Kanne zu leeren und die beiden Kuchen zu vertilgen. Zur Zeit lebt  es sich gut auf der Farm: es gibt täglich entweder Springbock, Kudu oder Oryx und zu meinen Ehren gab es gestern sogar ein Zebra. Zu meinem Erstaunen schmeckte das Zebra hervorragend. Es war butter-zart und rosa wie unser Rind. Geschmacklich kam es einem Kudu am nächsten und es war weniger wild als unser Reh. Ich probierte das Fleisch von den schwarzen wie auch von den weissen Streifen ;-)




Freitag, 6. Mai 2011

tschüss, bye bye, au revoir und arrivederci

... sagte mir meine Festplatte vor 2 Monaten. Nun ist's bei mir soweit :-)


Danke für die SMs, Phone Calls und Glückwünsche. Bis dann und wann.

Freitag, 29. April 2011

Schwarz-Weisser Freitag

Um dem Blog etwas Farbe zu geben gibt es neu die Rubrik Schwarz-Weisser Freitag. Die Idee dahinter ist relativ einfach: es gibt jeweils Freitags ein Schwarz-Weiss Foto. Vielleicht aber auch mal ein entsprechendes Schwarz-Weiss Thema - je nachdem, wen oder was ich antreffen werde.

Natürlich werde ich dafür nicht jeden Freitag online sein können, zeitliche Verzögerungen seien daher bereits im Vorfeld entschuldigt. Es gibt jedoch immer wieder mal Aufnahmen, welche in Schwarz-Weiss oder mit entsprechenden Effekten ausdrucksstärker sind. Zum Beispiel das Werk eines grauen Riesen.

Entrindeter Baum, Krüger N.P.