Montag, 16. Mai 2011

N 130576 W

lautet meine neue Autonummer J  N steht für Namibia, W für Windhoek. 

Frontansicht Hilux

Ein Auto ist nun also gekauft, ich darf mir gratulieren. Es handelt sich um einen Toyota HiLux Raider 2700, Jahrgang 2004 mit 158‘000 km. Das Fahrzeug hat einen Doppeltank mit insgesamt 150 L, ein Doppelbatteriesystem mit 2 Anschlüssen für Kühlschrank, eine schwere Front-Stosstange mit Knautschzone, ist höher gelegt und hat neue Monroe-Stossdämpfer drunter. Zudem gab es 5 fast neue Reifen und eine zusätzliche Stossstange hinten, wo der Ersatzreifen einfach ausgeklappt werden kann. Somit habe ich weder einen Ersatzreifen noch zusätzliche Benzinkanister auf dem Dach. Perfekt.


Seitenansicht Hilux

Der Hiux hat Airbags für Fahrer und Beifahrer, ABS, einen zuschaltbaren 4x4 Antrieb, eine Untersetzung und falls nötig noch eine Differenzial-Sperre. Zu guter Letzt: alles funktioniert einwandfrei. Ich liess das Fahrzeug checken und das Resumé war soweit positiv. Mehr brauche ich wohl nicht.


Hilux Raider 2700



Ah doch … einen Aufsatz, ein sogenanntes Canopy, ein Dachzelt, ein Kühlschrank ... muss noch etwas um- und/oder angebaut werden. Doch bevor ich mit dem Umbau beginnen kann, muss ich durch den namibischen Behörden-Dschungel, welche ich morgen in Angriff nehmen werde und wohl einige Tage in Anspruch nehmen wird.


Optische Prüfung des Fahrzeugs



Samstag, 14. Mai 2011

Neue Produkte

Nebst neuen Leuten, Länder und Sitten lernt man auf Reisen auch neue Produkte kennen – sofern man sich im Spar nicht mit den bereits bekannten, europäischen Produkten eindeckt. Nivea Shower Gel gibt es auch hier unten, aber ich kaufte mir ein Duschmittel der Marke Radox. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Düften mit wohlklingenden Namen wie Reviving Retreat, Rise + Shine, Soul Soother und Happy Me. Aufgrund der kreativen Namensgebung wäre Letzteres mein Favorit gewesen, denn wer will schon nicht happy sein, aber ist ja klar, dass an mein Miki-Muk-Body ausschliesslich Muscle Rub kommt.

Radox Muscle Rub

ACHTUNG, ACHTUNG


Ein Getränk mit einem Warn-Kleber ist mir bisher auch noch nicht untergekommen: VORSICHTIG ÖFFNEN – NICHT SCHÜTTELN! Scheint mir das ideale Apéro-Getränk nach einer 300 km Fahrt über Schotterpisten zu sein. Das Getränk wird wohl kaum ein Export-Schlager werden und wer es trinkt ist selber Schuld. Es schmeckt zwar nach Ginger Ale, ist aber dermassen süss, dass Dir der Gaumen am Rachen kleben bleibt. Schlucken kannst Du danach nicht mehr.


Eine Gebrauchsanweisung lag nicht bei, aber mit Wasser lassen sich die verklebten Stellen wieder lösen. Empfehlenswert nur für den Abenteurer.

Und ja, die Flasche stand 12 Stunden, ich nahm sie vorsichtig und wollte den Deckel abschrauben, aber das Teil sprudelte bereits über. Gibt sicher irgendwo einen lustigen Youtube Clip.



Mittwoch, 11. Mai 2011

Windhoek

Nun bin ich schon ein paar Tage in Windhoek und rannte bisher hauptsächlich von Autohändler zu Autohändler. Der Markt gibt nicht wirklich viel her: entweder laufen die Fahrzeuge auf hohen Kilometer-Zahlen oder sie sind teuer, aber richtig. Kleines Beispiel: ein Toyota Prado, Jahrgang 2000 mit 345‘000 km kostet gut sFr 18‘000.-. Das gute dabei ist, ein Prado mit Jg. 98 und 378‘000 km kostet ebenfalls sFr. 17‘000.- Mit anderen Worten: kauf ein Auto, mach 30 – 40‘000 km und verkaufe ihn nahezu zum gleichen Preis. Es ist ein klarer Verkäufer-Markt. Ich habe mich noch nicht für ein Fahrzeug entschieden, habe aber nun von privater Seite etwas in Aussicht.

Meine Basis schlug ich auf einer Farm ausserhalb von Windhoek auf. Kurz vor Abflug erreichte mich noch ein Mail, worin es hiess: „  und wenn Du zum See kommst, fahre einfach den Spuren nach, der Untergrund ist fest. Es kamen auch schon Leute mit einem 2x4 auf die Farm“. Die Regensaison war dieses Jahr ausgiebig, die Farm erhielt 3x mehr Regen als im Durchschnitt. Die Feuchtigkeit hat zur Folge, dass es natürlich auch entsprechend viele Moskitos gibt … ich habe sie schon nach 5 Tagen satt!


Als ich um 15.00 auf die Farm fuhr, wurde ich begrüsst mit den Worten: „Peter, wir brauchen Deine Hilfe“. Sie bestand darin, die Kaffe-Kanne zu leeren und die beiden Kuchen zu vertilgen. Zur Zeit lebt  es sich gut auf der Farm: es gibt täglich entweder Springbock, Kudu oder Oryx und zu meinen Ehren gab es gestern sogar ein Zebra. Zu meinem Erstaunen schmeckte das Zebra hervorragend. Es war butter-zart und rosa wie unser Rind. Geschmacklich kam es einem Kudu am nächsten und es war weniger wild als unser Reh. Ich probierte das Fleisch von den schwarzen wie auch von den weissen Streifen ;-)




Freitag, 6. Mai 2011

tschüss, bye bye, au revoir und arrivederci

... sagte mir meine Festplatte vor 2 Monaten. Nun ist's bei mir soweit :-)


Danke für die SMs, Phone Calls und Glückwünsche. Bis dann und wann.

Freitag, 29. April 2011

Schwarz-Weisser Freitag

Um dem Blog etwas Farbe zu geben gibt es neu die Rubrik Schwarz-Weisser Freitag. Die Idee dahinter ist relativ einfach: es gibt jeweils Freitags ein Schwarz-Weiss Foto. Vielleicht aber auch mal ein entsprechendes Schwarz-Weiss Thema - je nachdem, wen oder was ich antreffen werde.

Natürlich werde ich dafür nicht jeden Freitag online sein können, zeitliche Verzögerungen seien daher bereits im Vorfeld entschuldigt. Es gibt jedoch immer wieder mal Aufnahmen, welche in Schwarz-Weiss oder mit entsprechenden Effekten ausdrucksstärker sind. Zum Beispiel das Werk eines grauen Riesen.

Entrindeter Baum, Krüger N.P. 



Mittwoch, 27. April 2011

Wohin des Weges?

Kapstadt


Die ursprüngliche Route werde ich in dieser Form nicht mehr machen können. Die für Botswana mühsam und aufwändig ergatterten Camp Reservationen in der Central Kalahari [Piper Pan, Letiahau und Sunday Pan], im Nxai [Baines Baobab und Nxai Pan], Makgadikgadi [Njuca Hills] sowie im Moremi [3rd Bridge] und Chobe [Savuti, Ihaha] sind für mich passé und verloren. Ich wünsche R & B allerdings eine unvergessliche Zeit an diesen Orten – toi toi toi :-)


Neue Route, neues Glück?

Im Moment lege ich den Schwerpunkt auf 
  1. Zambia: Kafue, Chimfunshi, South Luangwa und Luambe
  2. Zimbabwe: Mana Pools, allenfalls Hwange und Eastern Highlands
  3. Malawi: Nyika Plateau, Lake Malawi, Zomba Plateau und Liwonde
  4. Moçcambique: Gorongosa, Vilanculos, Pomene und Inhambane 

Daraus ergeben sich eigentlich mehrere Routen, wobei ich mal zwei in die nähere Auswahl nehme:

Variante 1


Da ich in den Winter fliege wäre hierbei der Vorteil, dass ich etwas später in den Hochebenen von Malawi wäre. Die Brise wird auf über 2000 m sicher noch frisch sein, aber allenfalls nicht mehr ganz so kalt. Zusätzlich: ich käme am Hwange vorbei und könnte die 22 stündige Fähre quer über den Kariba-See nehmen. 

Variante 2


Diese Variante würde rein fahr-technisch etwas mehr Sinn machen. Es erlaubt mir etwas mehr Flexibilität, wenn man mal eben nach links und / oder rechts einen Abzweiger einbauen will. Zudem könnte man die Füsse an den Stränden von Moçambique zum Schluss hochlegen.

Hm .. ich werde mich wohl auf dem Trans Kalahari Highway an der Kreuzung entscheiden: weiter auf der A3 nach Maun ergibt Variante 2 oder einmal links abgebogen auf die die A35 ergibt dann Variante 1. Man wird berichten :-)




Dienstag, 26. April 2011

Zurück auf Start

Die Lobhudelei auf die Pflegefachfrauen im März war sicher auch etwas emotional gesteuert. Wenn man sich vor lauter Infusionen und Schläuchen nicht mehr bewegen kann ist man für jede Hilfe dankbar, sei sie noch so klein. Rückblickend bin ich jedoch erst recht überzeugt, dass eine professionelle, nachhaltige und vor allem eine konstante Pflege den Genesungs-Prozess positiv beeinflusst und unterstützt. Mittlerweile ist mein Flugverbot aufgehoben, die medizinische Abschluss-Untersuchung verlief einwandfrei. Somit könnte ich nun wieder ein Flugticket kaufen.

Nun, dies sollte ja kein medizinischer, sondern eine Reiseblog sein, also zurück zum Thema. Zurück auf Start. Natürlich könnte ich nicht nur ein Ticket kaufen, ich werde es auch. Obwohl … 


Das Erstellungs-Datum meines Excel-Dokumentes project_africa datiert tatsächlich vom Donnerstag, 21. September 2006 10:52:22. Nach 4 Jahren träumen, 3 Jahren planen (Afrika-Durchquerung mitgerechnet), 2 Verschiebungen und einem  unverhofften Abbruch ist zu meinem eigenen Erstaunen meine Abenteuer-Lust beinahe verflogen. Mittlerweile bin ich auf die Reise so gespannt wie eine gedämpfte Tomate. 

Waterberg Plateau, Namibia


Trotz allem Vorfreude auf Treffen mit R & B

Meine lieben Freunde und Reisegefährten für die ersten 6 Wochen sind nun alleine unterwegs und in diesen Tagen im Central Kalahari Game Reserve. Ihre kargen Berichte in Form von seltenen SMS lassen allerdings auf eine abenteuerliche Zeit schliessen. Im Gegensatz zu meinen eigenen Plänen bin ich auf ihre ausführlichen Berichte neugierig wie ein Pinguin. Ihre letzte Reise-Woche wird meine dritte sein und ein Grund, doch noch runter zu fliegen. Vielleicht kommt der Appetit ja mit dem Essen resp. die Neugier beim Entdecken. Am 6.5. fliege ich ab.